Das Bürgerhaus Niederfüllbach ...

... steht allen Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Verbänden, Parteien und sonstigen Organisationen nach vorheriger Terminabsprache zur Durchführung von kulturellen, politischen und sportlichen Veranstaltungen, von Bildungsveranstaltungen, Sitzungen und Besprechungen sowie von privaten Feiern offen. Die Nutzung zu anderen Zwecken bedarf der vorherigen schriftlichen Zustimmung der Gemeinde.
Antrag auf Benutzung (m. Benutzungsordnung)
Geschichtliches zum Bürgerhaus:
Seit Juni 1993 steht das Bürgerhaus Niederfüllbach seinen Einwohnern und Vereinen zur Verfügung. Das stattliche Fachwerkgebäude wurde von 1813 bis 1815 als Pfarrhaus errichtet und bildet am Rande des Schlossparks ein Ensemble mit der Kirche und dem Niederfüllbacher Schloss. Wie den Originalbauplänen des Niederfüllbacher Zimmermeisters Peter Schnepf zu entnehmen ist, wurde das Gebäude dreischiffig angelegt, was für Fachwerkhäuser der damaligen Zeit typisch war. Zur Schloßstraße hin ziert eine dreiseitige Freitreppe das Pfarrhaus.
Da die Pfarrei gegen Ende des 19. Jahrhunderts für etwa 20 Jahre unbesetzt blieb, wurde das Haus 1879 an die Schulgemeinde verkauft und diente bis zum Neubau der Schule Niederfüllbach nach dem Zweiten Weltkrieg als Schulhaus. Zahlreiche bauliche Veränderungen trugen nicht gerade zur Verschönerung bei. Ab 1950 wurde das ehemalige Pfarrhaus als Mietwohnhaus genutzt und verfiel immer mehr.
Die Gemeinde stellte 1984 einen Abbruchantrag für das inzwischen baufällig gewordene Gebäude. Zuvor hatte das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege eine Aufnahme in die Denkmalliste aufgrund der dagegensprechenden Umbausünden abgelehnt.
Unter der Bevölkerung entbrannte daraufhin ein Kampf, bei dem sich letztendlich die Befürworter einer umfassenden Sanierung durchsetzten. Es siegte die Erkenntnis, dass die Restaurierung des für den Ortskern historisch und städtebaulich gleichermaßen bedeutsamen Gebäudes mit allen Mitteln anzustreben sei. Wenngleich Niederfüllbach seit der Gebietsreform eine Verwaltungsgemeinschaft mit Grub a. Forst bildet, sollten in diesem Zusammenhang ein würdiger Sitzungssaal für Gemeinderatssitzungen und Räumlichkeiten für die Ausübung wichtiger Amtsgeschäfte vor Ort erstellt werden.
Der 1990 begonnene Umbau kostete die stolze Summe von 1,7 Mio. DM. Die Fördermittel beliefen sich auf 789.000,- DM. Der Eigenanteil der Gemeinde betrug 916.000,- €. Im 117 Quadratmeter großen Erdgeschoss sind Verwaltungsräume, eine stark frequentierte Gemeindebücherei sowie Sanitäranlagen untergebracht. Das Obergeschoss besitzt eine Nutzfläche von 118 Quadratmetern. Hier befinden sich das gleichzeitig als Trauzimmer genutzte Büro des Bürgermeisters, der Sitzungssaal, eine Küche sowie die Registratur. Im Dachgeschoss wurde ein Mehrzweckraum eingerichtet, in dem Veranstaltungen aller Art abgehalten werden können. Ein Vereinszimmer, ein Archiv, sowie Stuhllager sind ebenfalls im Dachgeschoss untergebracht. Auch für Empfänge, z.B. bei Geburtstagen usw., können die Räumlichkeiten des Bürgerhauses von Ortsbürgern und Vereinen angemietet werden.
In Zusammenhang mit der Bürgerhaussanierung, für die das damalige Niederfüllbacher Architekturbüro Coldt Dankwardt von Pezold verantwortlich zeichnete, wurde auch das Umfeld in einen ansehnlichen Zustand versetzt. So wurde die im hinteren Teil des Grundstücks befindliche Brunnenstube restauriert, die das Regenwasser aus dem Pfarrschrot auffängt. Mit dem Ausbau eines Fußweges zum Kindergarten wurde die Baumaßnahme abgerundet.
