Wappen der Gemeinde Lautertal
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Die Ortsteile der Gde. Lautertal und ihre geschichtlichen Hintergründe

Die Entstehung der Orte

Unterlauter/Oberlauter

Der Ort Lauter, später in Unterlauter und Oberlauter getrennt, wurde erstmals 850 n. Chr. als Lutaraha erwähnt. Auf eine frühere Herkunft deutet eine Erwähnung aus dem Jahr 833 ("villa Hlutru") hin, dies kann aber nicht mit Sicherheit belegt werden. Etwa zur gleichen Zeit entstand vermutlich auch das Zentgericht, der Reichs-/Herrenhof und der Kreuzstein. Später wurde der untere Teil des Reichshofs, entsprechend der Lage am Fluss Lauter, zu Unterlauter, der obere zu Oberlauter. Bis ins 16. Jhd. besaß die Zent Lauter außerdem zwischenzeitlich das Stadt- und Marktrecht, die höhere Gerichtsbarkeit ging mit der Stadtgründung Coburgs zunehmend verloren.

Tiefenlauter

Der Ortsteil Tiefenlauter entstand wahrscheinlich im 14. Jhd. (erste urkundliche Erwähnung 1317). Von ca. 1400 - 1580 war die Siedlung jedoch eine Wüstung, also unbewohnt. Möglicherweise könnte hier eine zum Reichshof gehörende Burg existiert haben.

Neukirchen

Die Entstehung Neukirchens geht ins 13. Jhd. zurück (zwischen 1200 und 1240), die erste Erwähnung stammt aber erst aus dem Jahr 1315. Oberhalb der namensgebenden Kirche stand vermutlich eine Burg, die ebenfalls zum Reichshof gehörte. Der Untergang der Burg ist ungewiss.

Tremesdorf

Der Mühlenort Tremersdorf wurde 1317 erstmals erwähnt. Im 13./14. Jhd. bestand ein enger Zusammenhang mit Neukirchen, im 20. Jhd. gab es eine Gemeinde Rottenbach-Tremersdorf, die 1978 Lautertal angegliedert wurde.

Rottenbach

Rottenbach ist eine frühe Rodungssiedlung, deren Ursprung in der sächsischen oder gar karolingischen Zeit anzusetzen ist (900-1100 n. Chr.). Zunächst war der Ort mehr ein Straßendorf mit Wehrkirche, das vor allem für Wegedienste des Reichs nötig war. Im Mittelalter war Rottenbach der Pfarrei Oettingshauen unterstellt.

 

 

 


 

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