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"Da kann und muss man was tun!"

"Da kann, da muss man was tun", sind sich Karin und Dieter Ott einig: Das Ehepaar aus Meeder will mithelfen, das Friedensmuseum der evangelischen Kirchengemeinde St. Laurentius bekannter zu machen und es, vor allem, zu einem lebendigeren Museum zu entwickeln.

Meeder - "Da kann, da muss man was tun", sind sich Karin und Dieter Ott einig: Das Ehepaar aus Meeder will mithelfen, das Friedensmuseum der evangelischen Kirchengemeinde St. Laurentius bekannter zu machen und es, vor allem, zu einem lebendigeren Museum zu entwickeln. Gemeinsam mit 16 anderen Frauen und Männern haben sie sich deshalb der "Initiative Friedensmuseum" angeschlossen.

In fünf verschiedenen Arbeitsgruppen sollen Ideen entwickelt und die Vorarbeit dafür geleistet werden, dass dies gelingen kann. Das nächste Treffen der Ansprechpartner der Arbeitsgruppen findet am kommenden Montag, 3. August, um 19 Uhr im Friedensmuseum statt. Das Friedensmuseum selbst besteht im Grunde eigentlich bis jetzt nur aus zwei Räumen im Gemeindehaus "Alte Schule" an der Laurentiuskirche.

Interessierte willkommen

"Gäste und Interessierte sind uns dort herzlich willkommen", sagt Dieter Ott. Denn wer weiß: "Die Zeit drängt." Bis zum nächsten großen, dann 360. Coburger Friedensdankfest, das im Jahr 2011 in Meeder gefeiert wird, i4st es nicht mehr weit. Und bis dahin soll das Konzept des neuen Friedensmuseums, wenn nicht sogar das Museum selbst, den Besuchern präsentiert werden.

Gegründet wurde das Friedensmuseum im Jahr 1982. Seitdem hat sich Vieles getan, zwei große Friedensfeste (1991 und 2001) fanden statt, die Ausstellungsstücke wurden mehr, nur die Räume konnten seitdem nicht angepasst werden. Dieter Ott ist sich da mit dem jetzigen Pfarrer von St. Laurentius Meeder, Steffen Lübke, einig: "Es ist Zeit für Veränderungen."

Dazu gehört das Erfassen und Aufbereiten der Exponate, die zum Teil schon keinen Platz mehr finden. Diese Aufgabe hat die Arbeitsgruppe "Erfassung" mit Gerhard Motschmann und Dagmar Hartleb an der Spitze übernommen.

Und es muss geprüft werden, nach welchen Prinzipien sinnvoller Weise archiviert werden sollte. "Wie kann man das ganze interessant machen?", fragt Dieter Ott und verweist gleich auf die Arbeitsgruppe "Konzeption", die Pfarrer Steffen Lübke leitet. Neben der Umgestaltung der Räume soll auch die Sonderausstellung über die Coburger Friedenskämpferin Anna B. Eckstein modernisiert werden - von der momentanen Textlastigkeit hin zum Beispiel zur Video-Präsentation.

Für eine neue Konzeption des Friedensmuseums in Meeder muss auch geklärt sein, wo und wie es am besten untergebracht werden kann. Bleibt man am jetzigen Standort in der Alten Schule, müsste zumindest die Gemeindebücherei in der dann freie Platz museumstauglich hergerichtet werden. Doch auch ein Umzug des gesamten Museums in die frühere und jetzt leerstehende Meederer Grundschule neben dem Kindergarten war schon im Gespräch. Dort könnten sogar ganze Projekttage etwa für Schulklassen stattfinden. Die Arbeitsgruppe für Umbau und Raumgestaltung des Friedensmuseums sucht übrigens noch einen Ansprechpartner.

Ein Problem bei der Umsetzung der Pläne: All das kostet Geld. Die Arbeitsgruppe Kuratorium/Sponsoring mit Hartmut Eckardt an der Spitze hat es deshalb zur Aufgabe gemacht, nach Geldgebern zu suchen, die die Friedensarbeit in Meeder unterstützen - denn die Frage der Finanzierung ist nach Auffassung der Initiative "gravierend".

Nicht weniger wichtig dabei ist natürlich eine entsprechende Öffentlichkeitsarbeit. Deren Koordinierung übernimmt Dieter Ott. Er will das Friedensmuseum als Anlaufstelle für das Thema Frieden im Dekanat Coburg etablieren und die Zusammenarbeit mit entsprechenden Gruppen fördern: "Das Friedensmuseum und das Friedensfest in Meeder haben ein Alleinstellungsmerkmal in der ganzen Region. das muss man fördern." Zum Beispiel sei vielen Menschen in Deutschland das Augsburger Friedensfest ein begriff. Meeder müsse diesen Bekanntheitsgrad ebenso erlangen können.

Allein schon die Frage "Was ist Frieden?" sei hochinteressant, meint Dieter Ott. Dass Frieden eben nicht nur die Abwesenheit von Krieg bedeute, müsse noch viel deutlicher werden. Und dass in Meeder in Sachen Frieden schon jetzt weit auch über das 360. Friedensdankfest 2011 hinaus gedacht wird, belegt eine andere Tatsache: Die Federführung der deutschlandweiten "Luther-Dekade" im Jahr 2017 ist bereits an das Dekanat Coburg vergeben worden. Thematisch soll das Friedensmuseum Meeder darin stark eingebunden werden.

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