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Projekt "Ahorn klingt gut"

Tonaufnahmen von knapp 300 musikalischen Ahornern abgeschlossen

  

„Wo man singt, da lass Dich nieder…“. Besser könnte man die Wirkung von Musik nicht umschreiben. Musik ist Heimat, Geborgenheit, Identität und diese Attribute wurden am ersten Juli-Wochenende in der Ahorner Johann-Gemmer-Schule erlebbar.

 

Und aufgeregt waren alle, die Erwachsenen noch viel mehr als die Kinder. Als es ernst wurde und der Tonmeister Tim Birkner über den kleinen schwarzen Kasten Regieanweisungen gab, mussten einige vor Aufregung erst einmal ihre Stimme wieder finden. Verkabelt und hinter Tonabnehmern verschanzt, lässt es sich dann doch schwieriger singen und musizieren. Dann hieß es ABSOLUTE RUHE, bis das letzte Tönchen in der Aula verklang. Mit viel Geduld und professionellen Tipps holte Tim Birkner das Beste aus den Gruppen heraus. So ein Profi hört eben ganz anders.

 

Den Auftakt machte der Schul- und Flötenchor der Johann-Gemmer-Schule unter Leitung von Frau Leibing. Das Schlagzeug musste bis auf die letzte Lücke mit Kissen ausgestopft werden, damit der Gesang der Kids nicht im Beat unterging. Eine tolle Leistung der Schüler, trotz vorherigem Unterricht non stopp und einer sicher aufregenden Klassenfahrt, noch Puste und Geduld zu beweisen.  

Die Kindergärten Pusteblume und Arche Noah nahmen es umso gelassener und trällerten ihr Liedchen professionell auf das Band. Auch die Schüler der Mauritiusschule gingen es locker an. Frau Schilling vertraute da ganz dem musikalischen Talent der 9-Klässler und ließ die „perfekte Welle“ laufen.

 

Mit historischen Flöten und Rankett (einem Holzblasinstrument) spielte „compania musica renai“ auf, die sich der Alten Musik widmen. Die Musiker nahmen uns kurzfristig mit auf Zeitreise in die Renaissance, ein wunderbares Erlebnis. 

 

Nachmittags kam dann ganz viel Blech ins Tonstudio: Posaunenchor, A-Hornpipes und Bergesklänge Witzmannsberg sowie der Posaunenchor Schafhof bliesen was das Zeug hielt. Taktgenau wurde korrigiert und am Stück gefeilt, bis der Tonmeister Birkner endlich zufrieden war. Erste Trompete spielte hier sogar der 1. Bürgermeister Martin Finzel, der sich für dieses musikalische Wochenende terminlich freigemacht hatte, um die Aufnahmen zu begleiten. Schließlich wird er aus seinem zustehenden Bürgermeister-Verfügungsfonds eine Summe zur Finanzierung der Produktion bereitstellen.

 

Samstags kam der Landfrauenchor in Tracht zur Tonaufnahme. Die Frauen hatten sich sofort bereit erklärt, bei der CD mitzumachen, leihen sie doch zu Festen im Gerätemuseum Ahorn „Alte Schäferei“ ihre Stimme der Gemeinde Ahorn. Im Anschluss stimmten die Herren der Liedertafel mit einem anspruchsvollen Stück auf Südsee und blaues Meer ein. Der Dirigent Kotschenreuther verschonte die Jungs in keinster Weise und holte das erdenklich Mögliche heraus. Dann ging es weiter mit dem Gesangsverein Wohlbach und dem Theaterchor. Selbst das Deutschlandspiel brachte die Harmonikagruppen unter der Leitung von Thomas Mages nicht davon ab, sich pünktlich zum Anstoß um 16.00 Uhr musikalisch ins Zeug zu legen. Gegen 22.30 Uhr wurde dann schließlich das Licht in der Aula gelöscht.

 

Am Dienstag ging es weiter im evangelischen Gemeindehaus und in der Kirche Ahorn. Organist Manfred Deinhart ließ die heilige Stätte mit einem mächtigen Stück erbeben, bis alle Register gezogen waren. Die Orgel aus dem 18. Jahrhundert benötigt eine dringende Sanierung, jede Spende dafür ist sehr willkommen. Der Kirchenchor unter Leitung von Gary O’Conell schloss sich dem an.

Im Gemeindehaus warteten dann schon drei junge Damen am Piano, die ein Stück zu sechs Händen vorführten. Die Feuerflitzer schmetterten unter Leitung von Frau Dejosez das Lied 112. Professionell wurde es dann mit dem Frauenchor „Vokalieschen“ unter Leitung von Nicole Umbreit sowie der Kirchenband mit Pfarrer Gorny und Co.

 

Einen Dank an alle Mitwirkenden. Wir werden mit der CD einen Schatz besitzen, der die Dorfgemeinschaft  in Ahorn hörbar macht. Denn Musik ist etwas, was verbindet, es ist eine Sprache, die jeder versteht.

 

Dank auch an Tim Birkner, der sich immer mit seinen zwei Hälften vorgestellt hat: eine als Redakteur bei der Neuen Presse, eine als Tonmeister seines eigenen Tonstudios „arpeggio“ .

Die Gemeinde Ahorn, in Persona Nicola Steffen-Rohrbeck,  hat mit der Organisation und der Betreuung der Musiker sicher dazu beigetragen, dass alles reibungslos und mit hohem „Wohlfühlfaktor“ über die Bühne ging.

 

Mit dem Kauf der CD für 15,-€ tragen Sie nunmehr dazu bei, dass das Projekt sich nicht nur finanziell trägt, sondern dass Ahorn sich als Ort begreift, an dem man sich gerne niederlässt.

 

Verkauf voraussichtlich ab September 2010 im Rathaus Ahorn, Vorbestellung bei Nicola Steffen-Rohrbeck, Tel.: 09561 814127, info@ahorn.de.

 

 

 

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