Amtliche Bekanntmachungen
Energie-Konzepte der Gemeinde Ahorn
Die Gemeinde Ahorn hat im Jahr 2009 mit Bezuschussung durch das Bayer. Staatsministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie aus dem Förderprogramm „Rationellere Energiegewinnung und –verwendung“ für die Schule Ahorn und für das Freizeitzentrum in Witzmannsberg Energieeinsparkonzepte erstellen lassen.
Die Ergebnisse aus diesen Untersuchungen dienen u.a. als Basis für die technische Erneuerung und Verbesserung der beiden Objekte im Rahmen der anstehenden Gebäudesanierungen. Ziel dieser technischen Sanierung ist dabei, die Heizungs- und die Raumlufttechnischen Anlagen (Lüftung, Kälte- und Klimaanlage) auf den heutigen Stand der Technik zu „modernisieren“ und darüber hinaus weitere Maßnahmen zur Energieeinsparung (z.B. Wärmeschutz; Fotovoltaik etc.) zu realisieren, um damit den steigenden Energiepreisen entgegenzuwirken und auch aktiv zum Klimaschutz beizutragen.
Die Ergebnisse der Untersuchungen stellen sich zusammengefasst wie folgt dar:
Johann-Gemmer-Schule
Nachdem die Heizungsanlage erst vor wenigen Jahren modernisiert wurde, ist bei der Schule überwiegend in die Verbesserung der Bausubstanz (Wärmedämmungsmaßnahmen) zu investieren, um eine deutliche Senkung der Brennstoffkosten zu erreichen. Die Investitionskosten zur Energieeinsparung wurden dabei mit rund 491.400 EUR ermittelt, wobei daneben weitere nicht unerhebliche Kosten für die Gebäudesanierung anfallen, um den baulichen Zustand der Schule deutlich zu verbessern. Aufgrund der Untersuchungsergebnisse sind bei Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen bis zu 30 % Energieeinsparung zu erzielen.
Raumlufttechnische Anlagen sind in der Schule nicht vorhanden, weitere größere Einsparungen z.B. beim Stromverbrauch sind darüber hinaus nicht zu erwarten.
Freizeitzentrum Witzmannsberg
Beim Freizeitzentrum stellt sich die Situation anders dar. Hier ist der Schwachpunkt eher in der veralteten Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik zu sehen, die zu derzeit hohen Energiekosten beitragen.
Die Kosten der energetischen Sanierung wurden für das gesamte Objekt mit rund 620.000 EUR (Netto) beziffert; daneben sind nach dieser Studie weitere Sanierungsmaßnahmen (u.a. in den Wärmeschutz) von rund 470.000 EUR bis rund 603.000 EUR empfehlenswert bzw. notwendig, um das volle Einsparpotenzial auszuschöpfen.
Es wurden mehrere Varianten im Hinblick auf Investitions- und Betriebskosten sowie auch der Einsparung von CO2-Emmissionen in die Untersuchung einbezogen.
Die Studie sieht ein Einsparpotenzial beim Nutzungswärmebedarf von rund 40 %.
Zusammenfassung
Gemeinderat, Verwaltung und Fachplaner erarbeiten derzeit die Feinkonzepte für die Sanierung der beiden Objekte. Dabei wird die Umsetzung der Energieeinsparkonzepte in baulicher, technischer, energetischer, finanzieller und zeitlicher Hinsicht mit geprüft bzw. in die Planungen einbezogen. Dadurch können sich durchaus Änderungen hinsichtlich des Bauumfanges und des erforderlichen Investitionsbedarfs ergeben.
Martin Finzel
1. Bürgermeister
